Zulieferer

Veränderte Anforderungen erfordern neue Zuliefererstrategien, um zeit-, spezifikations- und kostengerecht liefern zu können.

Auslagerung der Verantwortung auf Zulieferer

Erfahren Sie, wodurch Zulieferer der Luft- und Raumfahrtindustrie besser in der Lage sind, die mit Entwicklungs- und Produktionsprogrammen verbundenen geschäftlichen Risiken zu teilen und zu bewält

Geschäftliche Herausforderung

Auslagerung von Risiko und Verantwortung auf Zulieferer

Der unerbittliche Preisdruck und der steigende Bedarf von Fluggesellschaften führen dazu, dass große Unternehmen an oder nahe der Spitze der Lieferkette die Verantwortung für Innovationen und Produktivitätssteigerungen zunehmend auf kleinere Hersteller von Komponenten und Subsystemen auf den unteren Ebenen der Zuliefererpyramide auslagern. Inzwischen wird von Zulieferern die Unterzeichnung von Lieferabkommen mit einer Laufzeit von 10 bis 15 Jahren, die Zusage von regelmäßigen Preissenkungen und die Übernahme der Verantwortung bei Problemen gefordert. Im Gegenzug müssen die Zulieferer erhebliche Anstrengungen unternehmen, um die Kosten zu senken und die Lieferzeiten zuverlässig einzuhalten, um hohen Strafen zu entgehen.

...Unsere Kunden sind ziemlich anspruchsvoll und haben sehr hohe Erwartungen in Bezug auf Zeit und Kosten.

Stephen Shaffer
Chief Information Officer, GDC Technics
Geschäftliche Herausforderung

Konstruktion und Bereitstellung komplexerer Teile bei reduzierten Kosten

Zulieferer der Luft- und Raumfahrtindustrie müssen heutzutage nicht nur die Kosten senken und eine hohe Qualität sicherstellen, sondern auch immer komplexere Komponenten und Systeme entwickeln, um den aktuellen Anforderungen gerecht zu werden. Dazu sind erhebliche Investitionen in neue Konstruktions- und Fertigungstechnologien erforderlich, um Innovationen zu fördern und gleichzeitig die Stückkosten zu senken.

Zuliefererteile machen ungefähr 50 bis 60 % des Werts eines Luftfahrtsystems aus.

Bob Stevens
Executive Chairman, Lockheed Martin
Geschäftliche Herausforderung

Erhöhte Nachfrage und flexible Produktionsraten in der Luft- und Raumfahrtbranche

Hersteller von Flugwerken für die kommerzielle Luftfahrt haben mit erheblichen Produktionsrückständen zu kämpfen, die einem Produktionsumfang von ungefähr acht Jahren entsprechen. Um die Nachfrage bedienen zu können, müssen sie ihre Fertigungsanlagen modernisieren, um schlankere und agilere Abläufe mit einem höheren Grad an Vernetzung zu erreichen und so die betriebliche Effizienz zu steigern.

Ein Fünftel aller Zulieferer sind voraussichtlich nicht in der Lage, die erforderlichen Aufrüstungen vorzunehmen.

Price Waterhouse Coopers
Aufwärts oder abwärts: Können Flugzeughersteller Probleme beim Erreichen der erforderlichen Produktionsrate verhindern?
Geschäftliche Herausforderung

Zunahme von Flugreisen, Globalisierung und neue Märkte

Da der Mittelstand weltweit wächst, wird bei Flugreisen in den kommenden 20 Jahren voraussichtlich eine jährliche Zunahme von 5 % zu verzeichnen sein. Um diese Nachfrage zu bedienen, müssen OEMs und Tier-1-Zulieferer eine Neustrukturierung vornehmen, um tiefer in Märkte mit starkem Wachstum einzudringen, sich mit geeigneten Technologien auszustatten und/oder sich so zu positionieren, dass sie neue Absatzmöglichkeiten nutzen können. Der Globalisierungstrend wird sich durch das Wachstum neuer, regionaler OEMs noch weiter verstärken. Zulieferer müssen sich anpassen, um auf aufstrebenden Märkten Fuß zu fassen. Anderenfalls riskieren sie, auf der Strecke zu bleiben, da OEMs in ihrem Bestreben, die Effizienz zu steigern, auf die Integration ihrer Lieferkette setzen.

Wir schätzen, dass 2035 insgesamt 7,2 Milliarden Menschen eine Flugreise unternehmen werden, das wären fast doppelt so viele Passagiere wie die 3,8 Milliarden im Jahr 2016.

International Air Transport Association (IATA)
20 Year Passenger Forecast